Vorsicht Sabotage – 9 unlautere Taktiken für die lokale Suche!
Ich persönlich würde gerne in einer fairen und heilen Welt leben, in der derartige Taktiken aus welchen Gründen auch immer nicht angewendet werden. Leider ist dem in der Realität nicht so und so gibt es immer wieder Menschen, die bereit sind, für den eigenen Vorteil unlautere Taktiken und Methoden einzusetzen. So auch im Bereich der Suchmaschinenoptimierung: In diesem Artikel möchte ich einige Taktiken beschreiben, die dazu dienen die Konkurrenz bei Google Places und Google Maps zu schädigen.
Achtung!
Ich rate dringend davon ab, derartige Methoden einzusetzen, halte es jedoch für wichtig dass man hier für Aufklärung sorgt und vorbereitet ist, falls man einmal selbst Opfer derartiger Attacken wird.
Von massenhaft gesetzten Spam-Links auf die Konkurrenz haben Sie vielleicht schonmal gehört, doch im Bereich der lokalen Suche gibt es einige andere Dinge, die einem das Ranking kosten kann:
- Ein Geschäft als geschlossen melden
Ein Experiment von Mike Blumenthal hat bewiesen, dass man mit zwei Clicks ein Geschäft als dauerhaft geschlossen melden kann. Sogar, wenn dieses vom Inhaber bestätigt wurde! - Den Positionsanzeiger für den Unternehmenssitz an eine falsche Position verschieben
Als Nutzer ist es möglich Google Maps zu “verbessern” und fehlerhafte Positionsanzeiger zu korrigieren. Ebenso ist es jedoch möglich diesen mitten in den nächsten Fluß zu verschieben. - Den Positionsanzeiger exakt ins Stadtzentrum verschieben
Je näher ein Unternehmen am Zentrum eines Orts liegt, desto größer sind dessen Chancen auf ein gutes Listing. Wird jedoch ein Marker, von wem auch immer, zu nah ans Zentrum geschoben, fällt dies womöglich als Manipulationsversuch auf und kann das Ranking drastisch nach unten ziehen.
- Rufschädigung mittels Bildern
Läd man als Nutzer neue Fotos zu einem Unternehmen hoch, so könnten diese derart “schlimm” aussehen, dass dies negativen Einfluß auf die Click-Through-Rate und den Ruf des Unternehmens haben kann. - Gefälschte negative Bewertungen
Es gibt Unternehmen, die sich auf gefälschte Bewertungen spezialisiert haben. Lässt man dort einige extrem negative Reviews zur Konkurrenz schreiben, gehen die Besucher mit Sicherheit eher nicht mehr dort hin. Dies kann man bei Google Maps/Places direkt, oder einem der Seiten machen, aus deren Datenbestand sich Google Bewertungen zieht. - Gefälschte positive Bewertungen
Klingt auf den ersten Blick nicht sehr logisch, jedoch kann eine übertrieben positive Bewertungsflut einen Eintrag auch nach unten ziehen, falls Google der Meinung ist, dass diese mit dem Ziel der Manipulation vom Unternehmen selbst veröffentlicht wurden. - Echte positive Bewertungen als “unangemessen” kennzeichnen
Wird dies oft genug getan, verschwinden echte Bewertungen aus dem Places Profil, was ein schlechteres Ranking nach sich ziehen kann.
- Problem mit dem Eintrag melden
Google bietet die Möglichkeit, Probleme mit einem Eintrag zu melden. Macht man dies häufig genug, kann es sein, dass ein Eintrag aus Places/Maps tatsächlich verschwindet. Gründe hierfür können sein: - Eintrag enthält falsche Informationen oder Spam.
- Dieser Standort/Betrieb ist geschlossen.
- Für diesen Standort liegt bereits ein Eintrag vor.
- Dieser Standort existiert nicht oder ist privat.
- Einige Fotos, Erfahrungsberichte oder Details gehören zu einem anderen Standort.
- Mehrfach Eintragung mit veränderten Daten
Wird ein Unternehmen mehrfach eingetragen und unterscheiden sich hierbei die Telefonnummern, oder sogar Telefonnummer und Adresse, verliert Google das Vertrauen in die Aktualität/Validität der Einträge und wird diese nicht mehr allzu gut ranken.
Wie kann man sich schützen?
Ein “Vom Inhaber bestätigter” Eintrag verhindert einige dieser Taktiken bereits und Google verbessert stetig die Erkennung von Manipulationsversuchen, man sollte sich jedoch nicht darauf verlassen und den eigenen Account regelmäßig überprüfen um ggf. Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Ebenso sollten Sie Bewertungsseiten wie Qype und Co. im Auge behalten, am einfachsten lässt sich dies mit einem Google Alert auf den eigenen Firmennamen realisieren, ggf. kombiniert mit Begriffen wie “Bewertung” oder “Review” oder “Kommentar”.
Quellen:
- http://www.localvisibilitysystem.com/2011/11/19/sabotage-methods-in-google-places/
- http://imprezziomarketing.com/seo-blog/google-places/sabotage-in-google-places/
- http://www.seokai.com/die-neuen-google-local-search-serps/
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2 Kommentare
Dirk - 2. Januar 2012
Vielen Dank für diese guten Informationen.
Habe diese Seite eben erst gefunden.
Danke.
Gruß Dirk
Tobias Fox - 16. Januar 2012
Hi Kai,
hui, das hätte ich nicht erwartet, dass die Liste so lange ist. Das mit dem geschlossenen Geschäft hört sich zugegeben etwas zu einfach an. Das müsste Google schleunigst beheben, bevor alle negative SEOs Dein herrliches 9-step-to-shoot-your-competitors-in-the-SERP-head-Tutorial finden
Schöne Woche und bis zum März
Lieben Gruß;
Tobias